Im April des Jahres 1626 fegten die Feuer des niedersächsisch-dänischen Krieges, einem Teil des später sogenannten dreißigjähriger Krieges, über Gebiete Anhalts und um Roßlau. Denn bereits damals stand hier eine strategisch wichtige Elbbrücke, zwischen den protestantisch geprägten Ländern im Norden und den kaiserlich-katholischen im Süden.
Auf seinem Weg, den Krieg aus dem norddeutschen Raum in Richtung Böhmen und Schlesien zu verlagern, folgte das protestantische Heer, unter Peter Ernst II. von Mansfeld, der Elbe stromaufwärts und stieß am Elbbrückenkopf bei Dessau, auf kaiserlich-katholische Befestigungen. Diese unterstanden dem Befehl des kürzlich, als Oberbefehlshaber für das katholische Heer, eingesetzten Wallenstein.
Am 11. und 12. April 1626 unternahmen die Protestanten einen ersten vergeblichen Sturm gegen die kaiserliche Befestigung, woraufhin von ihnen eigene Stellungen ausgehoben wurden. Auf katholischer Seite wurden ebenfalls Verstärkungen herangezogen, um einen möglichen weiteren Ansturm abwehren zu können.
Dieser erfolgte dann, auf Befehl von Mansfeld, am 25. April 1626 und die daraus entbrannte Schlacht sollte insgesamt 6 Stunden dauern.
Unter zahlreichen Verlusten, zwischen 3.000 und 12.000 Mann, mussten die Protestanten ihre Stellungen räumen und ihren Rückzug antreten. Dabei wurden sie bis nach Zerbst verfolgt, ehe den Truppen von Wallenstein der Abmarsch nach Aschersleben befohlen wurde.
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Auch in der Stadt Roßlau selbst hatte man schwere Verluste zu verzeichnen, so brannte die Kirche St. Marien bis auf die Umfassungsmauern nieder und konnte erst in den Jahren 1655 und 1656 wiederaufgebaut werden.
Quellen:
Bild: Archiv des Militärmuseum Anhalts